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„ Das Leben… seine Höhen und Tiefen“

Mein Abitur habe ich 1998 am Königlichen Athenäum in Eupen im Wahlfach latein-griechisch gemacht.

An mein Abiturjahr erinnere ich mich heute eigentlich nicht mehr so gerne zurück, da es das Jahr war, in dem meine Schwestern und ich unseren Vater ganz unerwartet verloren haben. Keine einfache Zeit, in der meine Mutter uns, trotz ihres eigenen Kummers, immer wieder Mut gemacht hat, uns zur Seite gestanden und uns immer wieder ermuntert hat, das Leben zu genießen, zu seinen Vorhaben und Ideen zu stehen.

Diese schwere Erfahrung hat uns letztendlich als Familie nur noch enger zusammengeführt. Durch die intensiven und manchmal sehr kontroversen Diskussionen mit meinem Vater wurde mein Interesse für politische Philosophien schon sehr früh geweckt.

Meine Studienzeit an der Universität Lüttich ab 1998 hat mich entscheidend für den späteren Verlauf meines Lebens geprägt, denn ich habe dort nicht nur neue Freundschaften geknüpft, sondern auch erste Erfahrungen mit einer politischen Bewegung gemacht.

Bei den Jungliberalen der Provinz Lüttich, denen ich seit 2001 angehörte und deren Vize-Vorsitz ich lange Inne hatte, ist mein Interesse für das politische Geschehen, den Liberalismus, seiner Wertevermittlung,  erst so richtig zum Ausdruck gekommen.

Studientechnisch habe ich mich damals auch neu orientiert.

Nachdem meine Kandidaturen in Rechtswissenschaften erfolgreich abgeschlossen waren, habe ich mich entschlossen, eine Lizenz in Politikwissenschaft, Verwaltungsrecht und internationalen Beziehungen anzusteuern und habe sie 2003 mit großer Auszeichnung beendet.

„ Erste Schritte auf dem politischen Parkett….“

Von September 2003 bis Juni 2007 habe ich an der Seite von Didier REYNDERS in seinem Kabinett gearbeitet. Eine Erfahrung durch die ich einen ausgeprägten Sinn für Verantwortung und  Loyalität entwickeln konnte. Nebenbei hatte ich mich ebenfalls in der Hochschule für Handel für ein Zusatzmaster eingeschrieben mit Schwerpunkt Management, konnte diesen 2 jährigen Zyklus leider nicht ganz beenden, da ich ab 2007 ganz neue politische Verantwortungen erhalten.

Seit dem 8. Oktober 2006 gehöre ich dem Eupener Stadtrat an und setze mich auch dort bestmöglich für die gerechtfertigten Belange der Eupener ein.

Während einer relativ kurzen Zeit, habe ich ebenfalls das Mandat der Provinzialabgeordneten Inne gehabt. Eine interessante Erfahrung, sowohl auf menschlicher wie politischer Ebene.

Am 10. Juni 2007 hat es einen entscheidenden Wendepunkt in meinem bisherigen Leben gegeben. Mit 26 Jahren bin ich, als 2. effektive Kandidatin für die Kammer in der Provinz Lüttich,direkt hinter Didier REYNDERS mit 14.765 Vorzugsstimmen zur Föderalabgeordneten gewählt worden. Ein Backfisch in der Kammer…

Es war überwältigend und in so jungen Jahren schon solch große Verantwortung übertragen zu bekommen, setzte  mich schon sehr unter Druck. Auf gut Deutsch gesagt: ich hatte schon Manschetten.

Nach 9 Jahren Abwesenheit waren die deutschsprachigen Belgier somit wieder in der Kammer vertreten.

Diese besonders ehrenvolle Aufgabe und auch das große Vertrauen, das mir seitens meiner Mitbürger geschenkt wurde, veranlassen mich dazu jeden Tag aufs Neue einen 100 % Einsatz an den Tag zu legen, wenn es um die Verteidigung der Deutschsprachigen in unserem Land und um die Aufrechterhaltung liberaler Grundwerte wie Verantwortung, Freiheit,  Bürgernähe und Solidarität geht.

Im September 2009 wurde ich zur Vorsitzenden der Partei für Freiheit und Fortschritt gewählt worden. Ich habe damals diese Funktion von meinem sehr geschätzten Kollegen und auch gutem Freund Ferdel SCHRÖDER übernommen, der über zehn Jahre lang die Geschicke der Partei geleitet hat. 

Viele Dinge wurden neu eingeführt und ich habe mir Zeit genommen, mich mit dem positiven Werdegang der einzelnen Sektionen befasst, um ihnen einen maßgeblichen Stellenwert in unserer Partei zu sichern und ebenfalls versucht alle PFF Verantwortlichen auf allen Ebenen so zusammenzuführen, dass ihre exzellente Arbeit besser koordiniert und vernetzt wird.

 

Durch große politische Uneinigkeiten auf föderaler Ebene kam es im Juni 2010 kurzfristig zu Neuwahlen. Innerhalb von wenigen Wochen musste ein kompletter Wahlkampf organisiert werden. Auch diesmal  hatte ich abermals das Vertrauen meiner Partei und meiner Mitbürger als 2. Kandidatin der MR-Liste erhalten und zog mit knapp 16.000 Stimmen erneut in die Kammer ein.

Im Oktober 2012 wurde ich in meiner Funktion als Stadtratsmitglied wieder gewählt. Die PFF übernahm nach einem von Erfolg gekrönten Wahlkampf sowohl in Eupen, als auch in anderen Gemeinden der DG die Mehrheit. Ein sagenhafter Erfolg und eine große Herausforderung.

Bei den letzten Wahlen für den Einzug in die Abgeordnetenkammer, sprich Mai 2014, bin ich mit rund 20 000 Stimmen wiedergewählt worden und konnte im Vergleich zur letzten Wahl knapp 4 000 Stimmen hinzu gewinnen. Ein Vertrauensbeweis der Wähler, der mich sehr gerührt und natürlich auch sehr stolz gemacht hat. Mehr denn je kämpfen mein Team und ich auf allen politischen Ebenen für Ihre Interessen und die der nachkommenden Generation. Mit der ehrlichen Überzeugung unseres Engagements.